2012 - kein guter Start...
Ende des letzten Jahres gab es die ersten Meldungen über eine neuartige Viruskrankheit, die bei Rindern festgestellt wurde. Zuerst in Holland, aber bald auch im Westen Deutschlands fielen Milchkühe mit Fieber, Durchfall und Milchrückgang auf. Im Labor des staatlichen Friedrich-Löffler-Institutes auf der Insel Riems wurde in aufwändiger Detektivarbeit ein Virus isoliert, das bisher in Europa unbekannt war. Es ähnelt einem Virusstamm, der bisher aus Asien, Australien und Afrika bekannt war. Nach der Herkunft der Blutprobe wurde der Erreger "Schmallenberg-Virus" genannt. Eine Gefährdung von Menschen konnte ausgeschlossen werden.
Zunächst schienen die Auswirkungen nicht sehr gravierend, doch im Dezember zeigten sich weitere Folgen einer Schmallenberg Infektion. Schafhalter in Holland meldeten vermehrt totgeborene Lämmer mit auffälligen Mißbildungen. Es stellte sich heraus, daß auch diese Lämmer bzw. die Mutterschafe mit dem Schmallenberg-Virus infiziert waren. Solche Schäden waren auch aus den Herkunftsländern der verwandten Shamonda Viren bekannt. Der Krankheitserreger wird von stechenden Insekten übertragen und kann zu Anfang einer Trächtigkeit schwere Mißbildungen bei den sich entwickelnden Feten verursachen.
Mittlerweile ist deutlich geworden, dass wir es mit einer grossflächigen Epidemie zu tun haben, die bereits weite Gebiete Nordwesteuropas erfasst hat. Schäden werden neben Holland und Belgien auch aus Großbritannien, halb Deutschland und Westfrankreich gemeldet. Auch in unserer Herde wurden einige mißgebildete Lämmer geboren, am 24. Januar erhielten wir den Nachweis des Schmallenberg-Virus. Bisher liegen diese Verluste bei ca. 10% und sind noch nicht existenzbedrohend, aber in manchen Betrieben sind die Schäden deutlich höher. Eine Behandlungsmöglichkeit gibt es nicht, da die Infektionen bereits im Spätsommer oder Herbst stattfanden, zur Zeit sind alle Tiere gesund. Jede Lammung wird aber nun mit Besorgnis erwartet, und wir hoffen, bald bessere Informationen durch die Wissenschaft zu erhalten. Vor allem ist es wichtig zu erfahren, ob einmal infizierte Schafe nun eine sichere Immunität erworben haben, und es wäre sehr hilfreich, Testverfahren zur Erkennung von Antikörpern zur Verfügung zu haben.
Aktuelle Informationen erhalten Sie über unsere facebook Seite, Button unten links.
2011 - Veränderungen auf dem Schäferhof
Aktueller Hinweis: jahreszeitlich bedingt haben wir im Herbst weniger Milch zur Verarbeitung. Viele Schafe haben Anfang des Jahres gelammt und stehen nun trocken. Deshalb kann es zu Lieferengpässen kommen. Doch anders als in den vergangenen Jahren machen wir in diesem Jahr keine Winterpause, sondern melken durch! Wir haben einen Teil unserer Herde erst sehr spät decken lassen, so dass auch im Herbst noch Lämmer geboren werden und Milch produziert wird. Die Mengen sind aber geringer als im Frühjahr und Sommer.
Im Laufe des Jahres 2010 erhielten wir das Angebot, eine Käserei im Ahrtal zu übernehmen.
Ein Bioland Betrieb aus Ahrweiler suchte nach erfahrenen Milchschaf-Praktikern. Die Entscheidung fiel uns nicht leicht, aber wir sahen große Chancen und entschieden uns, diese zu nutzen. Ende Dezember zogen unsere ersten Schafe ins wirklich schöne Ahrtal um, und die Käserei folgte im Laufe der nächsten Wochen.
Leider ließen sich die Erwartungen aber nicht realisieren, und so wurde im Mai 2011 der Betrieb wieder nach Marienheide zurückverlagert. Innerhalb von wenigen Tagen zogen Schafherde und Käserei bei laufendem Betrieb wieder auf den heimischen Hof in Marienheide.
Wir danken allen unseren Kunden und Freunden ganz ausdrücklich für ihre große Geduld, Verständnis und Anteilnahme!
2010 - Martin Häusling zu Besuch auf dem Schäferhof
Am 16. April kam der Europaabgeordnete
Martin Häusling auf den Schäferhof, um sich über die Situation der Schafhaltung in Deutschland zu informieren. Der BIOLAND Kollege aus der Nähe des Edersees sitzt seit 2009 für B'90/DIE GRÜNEN in Brüssel und vertritt dort die Interessen der ökologischen Landwirte. Insbesondere ging es bei seinem Besuch auch um die schwierige Lage der Schafhalter in Deutschland, die von der Bürokratie aus Berlin und Brüssel schwer geplagt sind.
Lesen Sie mehr dazu in unserer
Pressemitteilung! oder auch auf der Facebook-Seite vom
Hirtenzug
2009 - Genfrei gehen mit Joseph Wilhelm
Am 16. Juli machte der Schäferhof seinen Betriebsausflug einmal anders: zusammen mit vielen anderen Menschen wanderten wir einen Tag lang mit Joseph Wilhelm, dem Gründer von Rapunzel, auf seiner Genfrei-Gehen-Tour. Es war warm, und wir hatten einen anstrengenden, aber auch sehr befriedigenden Tag entlang der Sieg.
2007 - Trockenheit und Blauzungenkrankheit bedrohen den Schäferhof
Das extrem trockene Frühjahr führte zu Futterengpässen. Der erste Grünlandschnitt brachte nur 20% der üblichen Futtermenge. Was für die meisten ein wunderbar sommerlicher April war, bedeutete für die Landwirte große Sorgen. Dann kam der große Regen, und wer nicht sehr früh sein Futter eingebracht hatte, der musste bis zum Juni warten. Am Ende des Jahres hatte die Natur für Ausgleich gesorgt und die Futtervorräte reichten aus.
Dazu kam dann ab August noch der erneute Ausbruch der
Blauzungenkrankheit nach ersten Fällen in 2006.
Der Ausbruch des BT Virus im Bergischen Land hat auch uns schwer getroffen.
Lesen Sie dazu unseren
Flyer (PDF 110kb) und unterstützen Sie unsere Forderungnach einer Impfung!
2004 - Im WDR Fernsehen wird ein sehr schöner Beitrag über den Schäferhof ausgestrahlt. Dieser Link führt Sie zum Beitrag auf der Homepage der WDR-Servicezeit:
Der Schäferhof im WDR
Wir arbeiten seit diesem Jahr in Stall, Käserei und Haus mit EM - effektiven Mikroorganismen. Kurzfristige Erfolge erwarten wir nicht, wir sehen aber mittel- und langfristig sehr überzeugende Ansätze zur Stabilisierung von Hygiene und Gesundheit. Zu gegebener Zeit werden wir berichten!
2002 - Der Schäferhof erhält 2 Goldene Preise des Verbandes für handwerkliche Milchverarbeitung (VHM) für den Feta in Meersalzlake sowie den Scharder Schafkäse...
Mehr über unseren Berufsverband:
VHM
1999 - Unser großes Hoffest - 10 Jahre BIOLAND Schäferhof!
Am 12. Juni hatten wir etwa 500 Besucher bei uns, die es sich gut gehen ließen und über unseren Betrieb informierten. Der BIOLAND Landesvorsitzende Helgo Schmidt weihte unseren neuen Stall ein und am Abend spielten die Magic Street Voices aus Köln live! Bei Gyros von eigenen Schafen und Pinkus Bioland Bier wurde bis in die Nacht gefeiert.
1998 - die ersten Lacaune Böcke auf dem Schäferhof
Nachdem wir in den vergangenen 10 Jahren unsere Herde mit dem Ostfriesischen Milchschaf aufgebaut haben, sind zum ersten Male Böcke der französischen Milchschafrasse "Lacaune" im Einsatz. Wir wollen damit die Robustheit, Bemuskelung und Melkbarkeit der Schafe verbessern.
Im Rahmen einer Verdrängungskreuzung nutzen wir damit den züchterischen Fortschritt der französischen Milchschafzucht, denn in Deutschland wird das Milchschaf fast ausschließlich in Hobbyhaltungen gezüchtet. Die Erwartungen der professionellen Schafmilcherzeuger werden dabei selten erfüllt.
1997 wurde unser neuer Schafstall fertiggestellt, ein Offenfrontstall in Rundholzbauweise. Er bietet auf 350 m² viel Licht und Luft für unsere Herde. Außerdem haben wir einen Melkstand mit 20 Plätzen errichtet, in dem wir ca. 100 Schafe/Stunde melken können. Der Stall wurde mit einem Anerkennungspreis der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald ausgezeichnet.
Eine Käserei in Grafschaft bei Meckenheim suchte Schaf- und Ziegenmilch. Das erschien uns eine verlockende Sache zu sein, und so vereinbarten wir eine regelmäßige Milchabholung. Bis zu diesem Zeitpunkt hatten wir noch nie ein Schaf gemolken. In Büchern sah alles ganz einfach aus.
Wir kauften noch 20 Milchschafe und bauten selber einen Melkstand. Als dann die ersten Schafe gemolken werden sollten, wollte nicht eines davon freiwillig zum Melken... Viele Wochen lang mussten wir bis zu 20 Schafe morgens und abends auf den Melkstand tragen, bis die ersten Tiere die Routine lernten.
Heute wissen wir: Schafe sind sehr lernfähig, nur der Mensch taugt meist nicht als Lehrer!








